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IPTV-RatgeberVeröffentlicht am 5 Min. Lesezeit

Was ist IPTV und wie funktioniert es?

IPTV bringt Fernsehen über die Internetleitung statt über Antenne, Kabel oder Satellit. So funktioniert die Technik und das brauchen Sie für den Empfang.

Das Wichtigste in Kürze

  • IPTV überträgt Fernsehbilder als Datenpakete über Ihren Internetanschluss – Antennendose oder Satellitenschüssel sind nicht nötig.
  • Zu einem IPTV-Angebot gehören meist Live-Sender, Filme und Serien auf Abruf sowie ein elektronischer Programmführer (EPG).
  • Für den Empfang genügen ein kompatibles Gerät, eine Player-App aus dem offiziellen Store und eine stabile Internetverbindung.
  • IPTV ist als Technik legal – entscheidend ist, ob der Anbieter die Rechte an den verbreiteten Inhalten besitzt.

Fernsehen kam lange auf drei Wegen ins Wohnzimmer: über Antenne, Kabel oder Satellit. IPTV fügt einen vierten hinzu, und der verläuft durch eine Leitung, die in fast jedem Haushalt ohnehin liegt – den Internetanschluss. Was hinter der Abkürzung steckt, wie das Bild vom Server auf Ihren Bildschirm gelangt und was Sie für den Empfang brauchen, erklärt dieser Überblick.

IPTV in wenigen Sätzen

IPTV steht für „Internet Protocol Television“, also Fernsehen über das Internetprotokoll. Sender, Filme und Serien werden dabei nicht als Funk- oder Kabelsignal verbreitet, sondern als digitale Daten – über dasselbe Netz, über das Sie auch E-Mails abrufen oder Webseiten öffnen.

Genau genommen unterscheiden Fachleute zwei Varianten. Beim IPTV im engeren Sinn betreibt ein Internetanbieter ein abgeschottetes Netz eigens für sein Fernsehangebot. Daneben gibt es Dienste, die über das offene Internet laufen und mit jedem ausreichend schnellen Anschluss funktionieren, unabhängig davon, bei welchem Anbieter er gebucht ist. Dafür ist auch der Begriff OTT („over the top“) gebräuchlich. Im Alltag hat sich IPTV als Sammelbegriff für beides durchgesetzt, und auch dieser Artikel verwendet ihn so.

Vom Server auf den Bildschirm: die Übertragung in drei Schritten

Damit ein Fernsehbild durch das Internet reisen kann, durchläuft es mehrere Stationen. Jede davon beeinflusst, in welcher Qualität es bei Ihnen ankommt.

1. Komprimieren

Ein unkomprimiertes 4K-Signal wäre für einen gewöhnlichen Hausanschluss viel zu groß. Deshalb wird das Bild zunächst mit einem Videocodec verkleinert, der für das Auge kaum sichtbare Details weglässt und sich wiederholende Bildinhalte nur einmal speichert. Verbreitet sind H.264 (AVC) und sein Nachfolger H.265, auch HEVC genannt. HEVC kommt bei gleicher Bildqualität mit deutlich weniger Daten aus und ist deshalb der übliche Standard für 4K. Ihr Gerät muss diesen Codec allerdings entschlüsseln können – bei aktuellen 4K-Fernsehern und Streaming-Sticks ist das die Regel, bei älteren Modellen nicht immer.

2. Übertragen

Der komprimierte Datenstrom wird in kleine Pakete zerlegt und über Server zu Ihrem Anschluss geschickt. Ihre Player-App fordert dabei nur den Sender oder Film an, den Sie gerade ausgewählt haben. Anders als beim Satelliten, der alle Programme gleichzeitig ausstrahlt, fließt also nur das durch Ihre Leitung, was Sie tatsächlich ansehen.

3. Puffern und wiedergeben

Auf Ihrem Gerät setzt die App die Pakete wieder zusammen und hält einige Sekunden als Vorrat bereit, den sogenannten Puffer. Er gleicht kleine Schwankungen der Verbindung aus. Bricht der Datenstrom länger ein, als der Vorrat reicht, bleibt das Bild stehen und die App lädt nach – das bekannte Puffern.

Deshalb zählt bei IPTV nicht nur die Geschwindigkeit Ihres Anschlusses, sondern ebenso seine Stabilität. Welche Werte sinnvoll sind, erklärt unser Beitrag über die nötige Internetgeschwindigkeit für 4K-Streaming.

Live-TV, Abruf und Programmführer

Ein IPTV-Angebot setzt sich in der Regel aus drei Bausteinen zusammen. Der erste ist das lineare Fernsehen: Sie schalten einen Sender ein und sehen, was gerade läuft – wie gewohnt. Der zweite sind Inhalte auf Abruf, etwa Filme und Serien, die Sie starten, wann es Ihnen passt.

Der dritte Baustein ist der elektronische Programmführer, kurz EPG. Er zeigt direkt in der App, was auf welchem Sender läuft und was als Nächstes kommt, ähnlich einer Programmzeitschrift auf dem Bildschirm. Die EPG-Daten werden getrennt von den Sendern geladen und erscheinen nach der ersten Einrichtung deshalb manchmal erst mit einigen Minuten Verzögerung.

Bei 4K Media IPTV umfasst das Angebot Live-Sender sowie Filme und Serien auf Abruf aus den Bereichen Sport, Film, Serien, Unterhaltung und Nachrichten, dazu internationale und mehrsprachige Sender. Die Bildqualität reicht je nach Sender oder Sendung von HD über Full HD bis 4K/UHD.

Was Sie für den Empfang brauchen

Die Voraussetzungen sind überschaubar. Vier Dinge sollten zusammenkommen:

  1. Ein kompatibles Gerät: einen Smart TV, einen Stick oder eine Box mit Android TV, Google TV oder Fire TV, ein Smartphone, ein Tablet oder einen Computer. Welche Geräte infrage kommen, zeigt die Übersicht der kompatiblen Geräte.
  2. Eine Player-App: Sie spielt die Sender ab und zeigt Kanalliste und Programmführer an. Installieren Sie Apps grundsätzlich nur aus dem offiziellen App-Store Ihres Geräts.
  3. Zugangsdaten: entweder einen Playlist-Link im M3U-Format oder eine Serveradresse mit Benutzername und Passwort. M3U ist ein einfaches Listenformat, in dem die Adressen der einzelnen Sender hinterlegt sind.
  4. Eine stabile Internetverbindung: Große Streaming-Plattformen empfehlen für HD rund 5 Mbit/s, für 4K etwa 15 bis 25 Mbit/s. Ein LAN-Kabel oder ein WLAN im 5-GHz-Band hält das Bild ruhiger als eine schwache Funkverbindung.

Für 4K gelten zwei zusätzliche Bedingungen: Der Bildschirm muss 4K darstellen können, und das Abspielgerät muss HEVC unterstützen. Im 4K-Umfeld begegnet Ihnen außerdem oft das Kürzel HDR (High Dynamic Range). Es steht für einen erweiterten Kontrastumfang, bei dem helle Lichter und dunkle Schatten gleichzeitig mehr Zeichnung behalten. Voraussetzung dafür ist ein Fernseher, der das jeweilige HDR-Format beherrscht.

IPTV ist zunächst nur ein Übertragungsweg, so wie Kabel oder Satellit. Die Technik selbst ist legal; große Netzbetreiber nutzen sie seit Jahren für ihre eigenen Fernsehangebote. Entscheidend ist eine andere Frage: Besitzt der Anbieter die Rechte an den Inhalten, die er verbreitet?

Hier lohnt ein kritischer Blick. Im Netz kursieren Angebote, die nahezu jeden Sender der Welt samt aller großen Sportereignisse für einen Bruchteil der üblichen Kosten versprechen. Wer so etwas anbietet, verfügt in aller Regel nicht über die nötigen Lizenzen. Der Europäische Gerichtshof hat 2017 zudem klargestellt, dass auch das bloße Ansehen von Streams aus erkennbar rechtswidrigen Quellen nicht automatisch erlaubt ist.

Anhaltspunkte für einen seriösen Anbieter sind ein vollständiges Impressum, nachvollziehbare Vertragsbedingungen und eine erreichbare Kundenbetreuung. Skeptisch sollten Sie werden, wenn ein Angebot fast nichts kostet und trotzdem alles verspricht oder nur über ungewöhnliche Zahlungswege zu bekommen ist.

So funktioniert der Einstieg bei 4K Media IPTV

Sie wählen eine feste Laufzeit von 1, 3, 6 oder 12 Monaten; die aktuellen Konditionen finden Sie unter Pakete und Preise. Nach der Bestellung erhalten Sie Ihre Zugangsdaten per E-Mail – je nach App als Playlist-Link oder als Serveradresse mit Benutzername und Passwort. Die E-Mail nennt auch die empfohlene App und enthält eine Anleitung für Ihr Gerät.

Danach installieren Sie die App, tragen die Zugangsdaten ein und warten, bis Kanalliste und Programmführer geladen sind. Jeden Schritt beschreibt die Installationsanleitung im Detail. Manche suchen den Dienst übrigens unter dem Namen „4K Media TV“ – gemeint ist dasselbe Angebot. Bei Fragen erreichen Sie den Support per E-Mail oder Kontaktformular auf Deutsch, Französisch oder Englisch.

Ihr nächster Schritt

Wenn Sie IPTV mit Ihrem bisherigen Empfang vergleichen möchten, finden Sie die wichtigsten Unterschiede in unserem Beitrag IPTV oder klassisches Fernsehen. Ansonsten ist der nächste Schritt ganz praktisch: Legen Sie fest, auf welchem Gerät Sie fernsehen möchten, und messen Sie Ihre Internetgeschwindigkeit an einem gewöhnlichen Abend. Danach wissen Sie, ob Ihrem Einstieg etwas im Weg steht.

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Bereit für die Praxis?

Prüfen Sie, ob Ihr Gerät kompatibel ist, und vergleichen Sie dann die Pakete.